Bevor das Pentagon Russland Luftangriffe auf Stellungen der oppositionellen „Demokratischen Kräfte Syriens“ (SDF) vorwirft, soll es zuerst laut dem russischen Sicherheitspolitiker Alexej Puschkow an eigene Attacken auf die syrische Regierungsarmee und an die Versorgung der Dschihadisten mit Waffen zurückdenken.

Somit reagierte er auf die jüngsten Vorwürfe der US-Koalition, wonach die russische Luftwaffe angeblich SDF-Stellungen bombardiert haben soll.

„Bevor das Pentagon Russland vorwirft, sollte es sich daran erinnern, wie es die Stellungen der syrischen Armee bombardiert und die Dschihadisten für 2,5 Milliarden US-Dollar bewaffnet hat“, schrieb das Mitglied des Verteidigungs- und Sicherheitsausschusses im russischen Föderationsrat (Parlamentsoberhaus) auf Twitter.

Die US-geführte internationale Anti-IS-Koalition hatte Russland beschuldigt, die SDF-Stellungen östlich des Euphrat-Flusses unweit von Deir ez-Zor in der Nacht auf Samstag angegriffen und Angehörige der US-Koalitionspartner verletzt zu haben.

Zuvor hatte eine kurdische Quelle gegenüber RIA Novosti gesagt, dass sechs SDF-Angehörige durch einen Schlag der syrischen Luftwaffe betroffen gewesen seien.

Die syrischen Regierungstruppen gaben derweil keine Kommentare dazu ab.

Moskau hatte mehrmals betont, seine Luftangriffe in Syrien erfolgten nur nach einer sorgfältigen Prüfung der Aufklärungsdaten. Indes konnte der Westen keine Beweise für angebliche Angriffe der russischen Luftwaffe auf Zivilobjekte in Syrien vorlegen.

 

Quelle: Sputnik