Die westliche Koalition bereitet sich auf eine neue Welle der Eskalation des Syrien-Kriegs vor, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Freitag.

Nach neuesten Angaben aus Syrien wird sich die Situation in dem Nahostland noch lange nicht stabilisieren. Es gibt sogar Anzeichen einer weiteren Eskalation der Militärhandlungen. Die Aktivierung der bewaffneten Opposition in den Deeskalationszonen, Fakten, die auf die Kooperation der US-Militärs mit der radikalen Opposition hinweisen, sagen viel, so die Zeitung.

Der Tod der russischen Militärberater zeigt, dass sie gejagt wurden. Mit ihren Aufklärungsmitteln sind die Terroristen wohl kaum in der Lage, den Aufenthaltsort der russischen Offiziere genau zu bestimmen und danach ein gezieltes Feuer aus Minenwerfern zu führen. Die Islamisten hatten wohl beim Töten der russischen Berater jene geholfen, die über moderne Aufklärungstechnik und Feuerlenkmittel verfügen.
Anscheinend müssen die russischen Offiziere auch für die syrischen Kollegen einspringen, die Kampflage planen und steuern. Wie kann man sonst den Aufenthalt des Generalleutnants Waleri Assapow an der Front erklären, dessen Kommandostelle sich Dutzende Kilometer von der Frontlinie befunden haben soll.

Auf den von der russischen Seite bereitgestellten Angaben der Luftaufklärung ist eine merkwürdige Nachbarschaft von Stellungen des Islamischen Staates und der kurdischen Einheiten zu sehen, wo die Sicherheitseinheiten aus den USA, Großbritannien und anderen Ländern der westlichen Koalition zu finden sind.
Wie der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow sagte, gibt es eine Reihe von Umständen, auf die das Außenamt in Moskau in Bezug auf das Vorgehen der Extremisten und die Stationierungsorte der US-Spezialeinheiten und —Berater bereits hingewiesen hatte. Darüber hinaus wurden nach Angaben des Nachrichtenportals Syria Today nahe Deir ez-Zor am rechten Ufer des Euphrats in Gebieten, die vor kurzem von der Syrischen Arabischen Armee eingenommen wurden, auf den von IS-Einheiten verlassenen Positionen Spuren von ukrainischen Militärs entdeckt.

Wer das ist – Freiwillige oder Personen, die die Befehle ihrer Regierung erfüllen, ist schwer zu sagen. Doch selbst die Tatsache ihrer Präsenz in Syrien wirft Fragen auf. Zuvor hatten ukrainische Militärs während der Ereignisse in Tschetschenien auf der Seite der Banden gestanden sowie gegen Russland im August 2008 gekämpft.
Darüber hinaus wurden am 20. September eine Einheit der russischen Militärpolizei, die eine Friedensmission erfüllte, in der Provinz Idlib von Extremisten der Bewegung Dschebhat an-Nusra eingekesselt.

Man kann zum Schluss kommen, dass die Amerikaner zu jedem Zeitpunkt ihre Kräfte und Mittel der Koalition und der Demokratischen Kräfte Syriens zum Kampf gegen IS und einer offenen Konfrontation mit Damaskus umlenken können. Dass bedeutet, dass der Krieg in der Region erneut entzünden kann. Zudem muss auch die Tatsache berücksichtigt werden, dass die in Bagdad an die Macht gekommene schiitische Regierung ideologisch und religiös Teheran zugeneigt ist und für Washington kein zuverlässiger Verbündeter ist.

 

Quelle: Sputnik