Moskau hofft, dass die russisch-amerikanischen Beziehungen aus der Sackgasse herauskommen werden, und ist laut dem Außenminister Sergej Lawrow auch bereit, nach Wegen zu deren Verbesserung zu suchen.

„Es gibt die Hoffnung, dass die Kooperation aus der aktuellen künstlich geschaffenen Sackgasse herauskommt, doch die Zukunft der Beziehungen hängt nicht nur von uns ab, sondern auch von der US-Seite“, sagte Lawrow in einem Interview mit der führenden arabischsprachigen Zeitung „Asharq Al-Awsat“. „Bislang bleiben aber die bilateralen Beziehungen eine Geisel der Auseinandersetzungen im US-amerikanischen Establishment.“

Der gegenwärtige Tiefstand in den Beziehungen sei eine „direkte Folge“ der Politik der Administration von Barack Obama, „die die Grundlage der Kooperation zerstört hat und vor ihrem Abgang Minen mit langfristiger Wirkung gelegt hat, um ihren Nachfolgern das Leben zu erschweren“, so Lawrow.

Die Russophobie-Kampagne in den USA, darunter die Erklärungen in Bezug auf eine angebliche russische Einmischung in die US-Präsidentenwahlen, stehen laut dem Minister einer Normalisierung im Wege. „Man gewinnt den Eindruck, dass jemand in Washington den Willen der Amerikaner nicht akzeptieren will und versucht, eigene Misserfolge auf uns abzuwälzen, und haltlos die russische Karte im politischen Kampf ausspielt.“

Moskau gäbe den Emotionen jedoch nicht nach und agiere zurückhaltend, doch solch aggressive Schritte wie beispielsweise die im Juli erfolgte Annahme des Gesetzes „Über das Entgegenwirken gegen Amerikas Gegner durch Sanktionen“ könne Russland nicht außer Antwort lassen. „Wir rechnen damit, dass die Vernunft in Washington doch die Überhand gewinnt und die Konfrontation gestoppt wird.“

 

Quelle: Sputnik