Kiew hat laut dem ukrainischen Generalstabschef Viktor Muschenko eine Liste mit erwünschten Waffen an Washington übergeben, berichtet das Portal „112.ua“.

Kiew bittet Muschenko zufolge um Luftaufklärungsmittel, Abwehrsysteme und Systeme der elektronischen Kampfführung. Derzeit warte Kiew auf eine politische Entscheidung Washingtons.

Zudem sagte er, man sei der Meinung, dass die jüngsten Explosionen in der Stadt Kaliniwka die Lieferung der amerikanischen Waffen beeinflussen oder sogar verhindern könnten.

Die ersten Geschosse in Kaliniwka bei Winnyzja waren in der vergangenen Woche am späten Dienstagabend detoniert. Aus umliegenden Siedlungen mussten rund 30.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Zwei Bewohner wurden verletzt. In dem Depot waren unter anderem Geschosse für Mehrfachraketenwerfer des Typs Grad, Smertsch und Uragan gelagert.

Die Behörden mussten den Luftraum in einem Umkreis von 50 Kilometern um das Munitionslager sperren. Ein Ermittlungsverfahren läuft.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hatte Ende September mitgeteilt, dass der US-Senat angeblich 500 Millionen US-Dollar Militärhilfe für die Ukraine gebilligt habe. Derzeit sieht das offizielle, vom US-Senat abgesegnete Verteidigungsbudget nur 150 Millionen Dollar für die Ukraine vor. Davon sollen aber nur 75 Millionen Dollar sofort zugänglich werden, für die restliche Summe ist eine Extra-Zustimmung des Senats erforderlich.

Russland hatte wiederholt vor den Waffenlieferungsplänen an die Ukraine gewarnt, da dieser Schritt aus Moskaus Sicht lediglich zu einer Eskalation des Konflikts im Donbass führen werde. Auch ein Großteil der europäischen Politiker hat sich gegen Waffenlieferungen an die Ukraine ausgesprochen.

 

Quelle: Sputnik