Vor der Küste Bangladeschs ist ein Boot mit Flüchtlingen der muslimischen Rohingya-Minderheit aus Myanmar gesunken. Mindestens zwölf Menschen, darunter zehn Kinder, seien ums Leben gekommen. Dies teilte am Montag Reuters mit.

Wie die Polizei berichtet,bargen Helfer die Leichen von zehn Kindern, einer Frau und einem Mann. 13 Menschen seien gerettet worden. Es wurden aber weitere Todesopfer befürchtet, da bis zu 35 Menschen beim Kentern des Bootes am Sonntagabend an Bord gewesen seien. Seit Ende August sind etwa 515.000 Angehörige der muslimischen Minderheit in Myanmar vor Gewalt nach Bangladesch geflohen, nachdem das Militär in der Heimat mit einer Großoffensive auf Angriffe von Rohingya-Extremisten reagierte.

Die Vereinten Nationen und mehrere Staaten werfen dem Militär des überwiegend buddhistischen Landes “ethnische Säuberung” vor. Die Regierung des früher Birma genannten Staates weist dies zurück.