Die Vorwürfe der ukrainischen Behörden gegenüber Moskau, den Krim-Bewohnern die russische Staatsbürgerschaft zwanghaft zu verleihen und die Halbinsel mit sibirischen Völkern zu besiedeln, sind laut dem Vize-Regierungschef der Republik Krim, Georgi Muradow, völlig absurd.

„Das ist eine merkwürdige und absurde Erklärung. Man kann sich wirklich alles ausdenken, sogar auf den Mond umsiedeln. Das sind aber reine Erfindungen“, sagte Muradow am Montag gegenüber RIA Novosti.

Niemand kann in Russland ihm zufolge jemanden übersiedeln, weil Russland ein demokratischer Staat ist und sich nicht mit ethnischen Säuberungen befasst.

Zuvor hatte Irina Fris, Abgeordnete der Werchowna Rada (ukrainisches Parlament) des Blocks Petro Poroschenko, laut lokalen Medien Moskau vorgeworfen, den Krim-Bewohnern die russische Staatsbürgerschaft zwanghaft zu verleihen und die Halbinsel mit sibirischen Völkern zu besiedeln.

Die Krim war im März 2014 – nach gut 22 Jahren in der unabhängigen Ukraine – wieder Russland beigetreten, nachdem die Bevölkerung der Halbinsel bei einem Referendum mehrheitlich dafür gestimmt hatte. Anlass für die Volksabstimmung war ein nationalistisch geprägter Staatsstreich in Kiew.

Die ukrainische Regierung erkennt die Abspaltung der Krim nicht an. Die westlichen Staaten haben den Sturz von Präsident Viktor Janukowitsch und die von der Opposition gestellte Regierung in Kiew akzeptiert, jedoch nicht das Krim-Referendum. Nach dem Beitritt der Halbinsel zu Russland verhängten die USA und die EU Sanktionen gegen Russland und die Krim.

 

Quelle: Sputnik