Die Schweiz schiebt ein tunesisches Paar im Zusammenhang mit dem tödlichen Messerangriff in Marseille Anfang Oktober in seine Heimat ab. Dies teilte die Agentur Reuters am Mittwoch mit.

Die Bundespolizei am Dienstag  berichtete, dass es sich bei dem Mann um den Bruder des mutmaßlichen Täters handele. Er sei ausländischen Polizeidiensten wegen Verbindungen zur islamistischen Terrorbewegung bekannt. Eine Beteiligung am Messerangriff von Marseille sei allerdings noch unklar. Der Mann und die Frau würden aber aus Sicherheitsgründen abgeschoben. Die beiden wurden am Sonntagabend in der Stadt Chiasso an der Grenze zu Italien festgenommen, wo sie um Asyl bitten wollten.

Zuvor wurde berichtet, dass  ein Mann am 1. Oktober am Hauptbahnhof der südfranzösischen Hafenstadt Marseille zwei junge Frauen erstochen hatte, bevor er von einem Soldaten erschossen wurde. Die radikalislamische IS-Miliz reklamierte die Tat für sich.