Der jüngste Vorschlag des tschechischen Präsidenten Miloš Zeman, wonach Kiew für den Verlust der Halbinsel Krim entschädigt werden soll, widerspricht der Politik Tschechiens, wie der Ministerpräsident Bohuslav Sobotka in seinem Twitter-Account mitteilte.

„Die Rede Zemans im Europarat steht sehr im Kontrast zu unserer Außenpolitik. Der Präsident hatte kein Mandat von der tschechischen Regierung“, twitterte Sobotka.

Der Premier verwies darauf, dass die Sanktionen gegen Russland wegen der Nichterfüllung der Minsker Abkommen verhängt worden seien. Ohne die Erfüllung dieser Bedingungen werde Europa nicht auf seine Einschränkungen verzichten. „Tschechien respektiert das internationale Recht“, fügte Sobotka hinzu.

Am Dienstag hatte der Präsident Tschechiens, Miloš Zeman, die Wiedervereinigung der Krim mit Russland „eine abgeschlossene Sache“ genannt und erklärt, er halte es für fair, wenn Kiew für den Verlust der Halbinsel entschädigt werde.

Das ukrainische Außenministerium hatte seine Empörung wegen des Vorschlags des tschechischen Präsidenten Milos Zeman zum Ausdruck gebracht: „Dieser Vorschlag geht über den politischen Rahmen hinaus und ist offener Zynismus. Die Ukraine wird nie mit ihrem Territorium, ihren Werten und ihrer Freiheit handeln.“

 

Quelle: Sputnik