«Afrika geht es viel besser, als wir glauben», meint ein Ex-Botschafter für die Schweiz in Somalia, Äthiopien und der Elfenbeinküste. Vielen Afrikaner müsse der Flüchtlingsstatus aberkannt werden, fordert er.

Afrika bestehe nicht nur aus Armut, Hungersnot und Krieg, meint Dominik Langenbacher. Er war Botschafter für die Schweiz in Somalia, Äthiopien und der Elfenbeinküste.

In einem Interview mit der Schweizer Zeitung „Blick“ erklärt der Afrika- und Migrationsexpertem am 7. Oktober, warum vielen Afrikaner in der Schweiz der Flüchtlingsstatus aberkannt werden sollte.

In Afrika seien verschiedene Entwicklungen in Gang, so der Ex-Botschafter. In Wirtschaft und Politik gebe es einen großen Fortschritt, die meisten Staaten hätten in den vergangenen zehn Jahren vom Wachstum profitiert. Die Armutsgrenze sei von einem auf zwei Dollar angestiegen.

Außerdem gebe es Musterländer wie Botswana, das mit Diamanten handelt. Der Gewinn werde so eingesetzt, „dass alle davon profitieren“, so Langenbacher.

Ghana ist heute eine ziemlich gefestigte Demokratie, die von Kakao, Gold und Erdöl lebt. In Somalia ist der Bürgerkrieg beendet, das Land stabilisiert sich ebenfalls. Von diesen Beispielen redet aber kaum jemand“, so der Afrika-Experte.

Migrationspolitik in Europa veraltet

Obwohl die Lage in diesen Ländern stabil sei, kämen immer noch Menschen von dort nach Europa. Das liege vor allem darin, dass die Migrationspolitik nicht der heutigen Situation angepasst wurde, erklärt Langenbacher.

„Die Leute aus den meisten afrikanischen Ländern haben keinen Anspruch auf den Flüchtlingsstatus. Auch für Somalier wäre es angebracht, die Situation zu überprüfen. Nach meiner Ansicht könnte man die neu Ankommenden heute zurückschicken“, so der Ex-Botschafter.

Afrikaner sind Opportunisten

Afrikaner kämen laut Langenbachers nach Europa nicht, um zu arbeiten, sondern um Sozialleistungen zu erhalten. Außerdem wüssten Somalier und Eritreer, dass sie nicht zurückgeschickt werden. „Wir schätzen die Afrikaner oft falsch ein, sie haben eine Überlebensstrategie und sind sehr kreativ“, so der Migrationsexperte.

Afrikaner seien Opportunisten, deswegen sei das Erhalten von Sozialleistungen in einem anderen Land für sie „weder profitieren noch schmarotzen. Aber wenn das Umfeld so lieb ist und etwas gibt, kann man es doch nehmen“, erklärt Langenbacher die afrikanische Mentalität.

Strengere Aufnahmebedingungen gegen wachsende Migration

Der Ausbau der Hilfe vor Ort würde die Menschen auch nicht zurückhalten: „Das ist ein Irrglaube. Nichts hält die Menschen zurück. Die Leute laufen los, weil sie bei uns bessere Bedingungen finden. Sie kommen, auch wenn wir Mauern und Auffanglager bauen. Der Mensch findet immer einen Weg, er ist da fast flexibler als Wasser“, so der Ex-Botschafter.

 

Quelle: Epochtimes