Paris. Ernüchternde Bilanz: im Rahmen des EU-Programms zur Umsiedlung von „Flüchtlingen“ nimmt Frankreich insgesamt nur rund 4700 Menschen aus Griechenland und Italien auf. Das ist knapp ein Sechstel der vor zwei Jahren zugesagten 30.000 „Flüchtlinge“, teilte die Pariser Einwanderungsbehörde OFII jetzt mit.

Trotz der bescheidenen Zahl liegt Frankreich unter den aufnahmewilligen Ländern in der EU damit auf dem zweiten Platz hinter Deutschland. Nach französischen Angaben nahm Deutschland im gleichen Zeitraum 8700 „Flüchtlinge“ aus Griechenland und Italien auf. EU-weit wurden demnach 29.000 Menschen umgesiedelt, ursprünglich geplant waren allerdings 160.000.

Der österreichische Innenminister Wolfgang Sobotka lehnte für Österreich jede Zusage zur Aufnahme weiterer „Flüchtlinge“ ab. Wörtlich sagte Sobotka: „Aufgrund der bisherigen Belastung werden wir für neue Vorschläge mit Sicherheit nicht offen sein, ganz einfach deshalb, weil der Verteilungsmechanismus in Europa nicht klappt.“

 

Quelle: Zuerst