DRESDEN. Ein Kölner Catering-Unternehmer hat Händler dazu aufgefordert, Sachsen zu meiden. „Es ist so, daß wir es unserem ausländischen Personal nicht zumuten wollen, sich in Sachsen ein ganzes Wochenende, möglicherweise auch im Dunkeln, zu bewegen“, schrieb Andreas Hagemeyer laut Informationen der Freie Presse in einer E-Mail an einen sächsischen Veranstalter.

Er habe Mitarbeiter aus Kambodscha, Kenia und Kamerun. Wenn er an Sachsen denke, kämen ihm jedoch Bilder von rassistischen Übergriffen, von brennenden Flüchtlingsunterkünften, von Passanten, die entweder nicht eingriffen oder das Treiben sogar noch gut fänden, von wütenden Massen, die mit ihren Trillerpfeifen Politikern die Worte nähmen in den Sinn.

Der Gastronom war zuvor von der Zwickauer Eventagentur Polar 1 auf einen Street-Food-Markt in Plauen eingeladen worden. Dessen Geschäftsführer Florian Freitag erhielt daraufhin eine Absage von Hagemeyer. „Ihr haltet das vielleicht für übertrieben, wir wollen die Verantwortung einfach nicht übernehmen“, ergänzt der Kölner, der früher als Pressefotograf gearbeitet hatte.

Dem Blatt sagte er, Fremdenfeindlichkeit kenne er auch aus Köln, aber „hier kann man sich im Zweifel immer darauf verlassen, daß Passanten eingreifen“. Seine Kollegen ruft er auf, Sachsen generell zu meiden. „So gesehen hat Street-Food gar nichts in Sachsen zu suchen. Wir stehen auch nicht dafür zur Verfügung, daß Sachsen sich als weltoffen darstellt, während rund rum ständig Asylunterkünfte unter dem Beifall der Nachbarn abgefackelt werden. Ein Boykott dieser Regionen ist sicher das probatere Mittel, um Mißstände zu bekämpfen.“

 

Quelle: Junge Freiheit