Das US-Außenministerium hat am Mittwoch erneut die Bürger des Landes vor Syrien-Reisen gewarnt und „russische und/oder syrische“ Kräfte beschuldigt, Luftangriffe auf die syrische Provinz Idlib unternommen und zahlreiche Zivilisten getötet zu haben.

„Die syrische Regierung hat ihre Ablehnung gegen das Einhalten des Abkommens über die Waffenruhe in Ost-Ghuta, Homs und Idlib vor Augen geführt. Zudem fahren russische und/oder syrische Kräfte fort, Luftangriffe gegen die Provinz Idlib zu fliegen, welche in der letzten Zeit Dutzende Opfer unter der Zivilbevölkerung gefordert und zum Tod von medizinischem Personal geführt haben“, so das State Department. Die Mitteilung enthält allerdings weder Details noch Beweise.

Die Behörde verweist ferner darauf, dass in Idlib die mit „Dschabhat an-Nusra“ verbundene Terrormiliz „Hayat Tahrir al-Sham“ aktiv sei, die bei Terroranschlägen unter anderem Chemiewaffen einsetze. Auch hier fehlen die Beweise.

Das Ministerium wirft der syrischen Regierung und deren Partnern vor, „weiterhin die Lieferung von humanitären Hilfsgütern in die belagerten Gebiete zu verbieten, was einen ernsthaften Lebensmittelmangel verursacht“.

Die russische Seite hatte wiederholt die Beschuldigungen zurückgewiesen, Schläge gegen Zivilisten in Syrien geführt zu haben.

Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums hatten Einheiten der Gruppierung „Dschabhat an-Nusra“ vom 19. September an versucht, die Stellungen der Regierungstruppen nördlich und nordöstlich von Hama anzugreifen. Die Terroristen wurden jedoch auf ihre frühere Stellung zurückgeworfen, 2.400 Terrorkämpfer wurden dabei getötet.

 

Quelle: Sputnik