Moskau werde seine Entscheidung über die Verlängerung des Mandats des gemeinsamen Mechanismus der Uno und OPCW treffen, sobald der Expertenbericht vorliege, sagte der Leiter der Abteilung für Nichtverbreitung und Rüstungskontrolle des russischen Außenministeriums, Michail Uljanow. Derzeit seien ihre Erkenntnisse nicht überzeugend.

„Dieser Mechanismus (der gemeinsame Mechanismus der OPCW und der Uno) hat den Stützpunkt Schairat besucht. Wir haben lange darauf beharrt. Etwa vor einer Woche, vom  8. bis 9. Oktober. Dabei hatte das Team, das den Stützpunkt besuchte, aus irgendeinem Grund keine Anweisungen, Proben am Flughafen zu nehmen“, erläuterte er.

Der Mechanismus habe auf die Erfüllung dieser Funktion verzichtet, die mit den Ermittlungen verbunden sei. Dabei könne er keine überzeugenden Erklärungen dafür liefern. Es sei klar, „dass man diese Ermittlung nicht als qualitativ bezeichnen kann. Das ist ein unprofessionelles Herangehen, das viele Fragen weckt“.

„Gegenwärtig dreht sich die Situation erneut um das syrischen Chemie-Dossier. Der Vortrag soll unbedingt am 26. Oktober vorgestellt werden. Der Mechanismus funktioniert so seit einem Jahr. Innerhalb dieses Jahres hat der UN-Sicherheitsrat der Öffentlichkeit aber nichts präsentiert. Das Mandat läuft am 16. November ab.“

Syrische Rebellen hatten Anfang April rund 80 Tote und 200 Verletze bei einer Giftgas-Attacke in der Stadt Chan Scheichun in der nordwestlichen Provinz Idlib gemeldet und die syrischen Regierungstruppen dafür verantwortlich gemacht. Die syrische Armee wies diese Vorwürfe entschieden zurück.

Schon drei Tage später feuerte die US Navy aus dem Mittelmeer Dutzende Tomahawk-Raketen auf den syrischen Militärflugplatz Schairat ab — völkerrechtswidrig. Beweise für eine Schuld der syrischen Regierung gibt es bisher keine.

 

Quelle: Sputnik