Laut dem Ministerium für Heimatschutz würden Islamisten bereits eine «Attacke im Stil von 9/11» planen. Ist dies eine Warnung oder eine Drohung?

Was manche Menschen als «Warnung» ansehen, gilt für andere Menschen jedoch schon vielmehr als «Drohung» – und zwar jene Äußerungen der früheren hochrangigen Beamtin des US-Heimatschutzministeriums, Elaine Duke. «Die Terrororganisationen, ob nun ISIS oder Al-Kaida oder andere, wollen eine große Explosion wie sie es an 9/11 taten. Sie wollen ein Flugzeug runterholen, die Geheimdienste sind sich dessen bewusst», so die stellvertretende Ministerin für innere Sicherheit der Vereinigten Staaten bei einem Besuch in Großbritannien.

Ihrer Ansicht nach sind die vielen kleinen Anschläge der Islamisten während der letzten Jahre in Frankreich, Großbritannien, Belgien, Schweden, Deutschland usw. lediglich eine Art Training gewesen. Sie würden sich nun auf mehr ambitionierte Ziele konzentrieren. Dabei könnte es auch zu einer «Flugzeugentführung wie bei 9/11» kommen, zumal die Terroristen nach wie vor versuchen würden, die verschärften Sicherheitsvorkehrungen an den Flughäfen zu knacken.

Angesichts dessen, dass nachweislich immer wieder westliche Geheimdienste und Sicherheitsbehörden Islamisten zu Terroranschlägen anstifteten und diese (auch durch V-Männer und eingeschleuste Leute) zur Radikalisierung beitragen, klingen Dukes Äußerungen jedoch beinahe schon mehr als Drohung denn als Warnung. Auch ist die Rolle der US-Geheimdienste und des Deep State in Sachen 9/11 selbst noch nicht restlos geklärt.

Von Michael Steiner

 

Quelle: Contra Magazin