Russlands Außenministerium hat die jüngsten Aussagen des stellvertretenden Staatssekretärs für europäische und eurasische Angelegenheiten im amerikanischen Außenministerium, Hoyt Brian Yee, heftig kritisiert, der „eine Reihe von provokativen Erklärungen“ bezüglich der Zusammenarbeit zwischen Serbien und Moskau abgegeben hat.

„Der amerikanische Diplomat hat grob von Belgrad gefordert, das Zusammenwirken mit Russland neu zu bewerten und sich nur auf die Annäherung an die EU zu konzentrieren“, heißt es aus dem russischen Außenministerium.

Zudem wird betont, dass „die USA kein EU-Mitglied sind und wahrscheinlich nicht wissen, dass viele EU-Staaten umfangreich und effektiv zu gegenseitig vorteilhaften Bedingungen mit Russland zusammenarbeiten“.

„Niemand darf Serbien stören, sich an ein solches Herangehen zu halten, das auf seinen nationalen Interessen beruht“, so die russischen Diplomaten.

Russlands Außenministerium rief die USA dazu auf, ihre „feindlichen ideologisierten Stereotypen“ nicht aufzuzwingen, welche „die Grundlagen der internationalen Stabilität und Zusammenarbeit auf dem Balkan und in Europa“ unterminieren.

Zuvor war mitgeteilt worden, dass die USA in Serbien ein Informationszentrum zum Kampf gegen den „russischen Einfluss“ in der Region einrichten wollten. Der stellvertretende Staatssekretär für europäische und eurasische Angelegenheiten im amerikanischen Außenministerium, Hoyt Brian Yee, äußerte dabei seine Besorgnis über den „russischen Einfluss“ in der Region. Er habe das Gefühl, dass „Serbien mit einem Fuß auf dem Wege in die EU und mit dem anderen auf dem Wege zu einem Bündnis mit Russland steht“.

 

Quelle: Sputnik