Der Chef des Nato-Militärausschusses, General Petr Pavel, hat nach Angaben des Portals Defense News die Türkei vor möglichen Schwierigkeiten gewarnt, mit denen das Land nach dem Kauf von russischen Luftabwehrsystemen S-400 konfrontiert werden könnte.

Laut dem Militärchef wird der Erwerb der russischen Systeme Ankara daran hindern, sich in das gemeinsame Nato-Luftabwehrsystem zu integrieren.

„Das Prinzip der Souveränität ist beim Kauf von Defensivwaffen natürlich gültig. In diesem Fall muss aber das Land auch souveräne Risiken tragen, die ein derartiger Schritt nach sich ziehen könnte“, so Pavel.

Wie er ausführte, sollte über die Zweckmäßigkeit dieses Deals mit Moskau diskutiert werden, ehe Ankara eine endgültige Entscheidung treffe.

Auch wenn sich die S-400-Systeme nicht in das Nato-Luftabwehrsystem anpassen würden, werde ihre Präsenz ohnehin „Probleme für die in der Türkei stationierten Aktiva der Allianz bereiten“.

Auch die US-Botschafterin bei der Nato, Kay Bailey Hutchison, hatte zuvor vor eventuellen Schwierigkeiten des S-400-Deals gewarnt: „Diese Systeme sind mit jenen Systemen inkompatibel, die bei der Nato eingesetzt werden“.

Am 12. September hatten Moskau und Ankara eine Übereinkunft über die Lieferung der russischen S-400-Raketensysteme an die Türkei erzielt und einen Vertrag unterzeichnet. Zuvor hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan erklärt, Ankara habe die erste Anzahlung für die russischen S-400-Raketenkomplexe getätigt.

 

Quelle: Sputnik