Nach dem Fall ihrer Hochburg Rakka könnten die IS-Dschihadisten zu einer „asymmetrischen Kriegsführung“ gegen Europa übergehen, warnt Franco Roberti. Der italienische Antiterror-Staatsanwalt glaubt zu wissen, wie die Terroristen unbemerkt nach Europa gelangen könnten.

„Nach ihrer Niederlage in Libyen und dann auch in Syrien könnten IS-Kombattanten sich die Migrationsströme zunutze machen, um nach Europa zu kommen“, sagte der für Mafia- und Terrorismusbekämpfung zuständige Staatsanwalt in einem Interview der Zeitung „Il Mssaggero“.

Ein Terroristen-Zustrom auf diesem Wege sei insbesondere nach dem Fall der IS-Hochburg Rakka in Syrien sehr wahrscheinlich, warnte der Staatsanwalt.

Für besonders besorgniserregend hält er das Phänomen der so genannten „Phantom-Landungen“ an der italienischen Küste, bei denen die Ankömmlinge sich dem für Einwanderer sonst vorgeschriebenen Überprüfungsverfahren entziehen.

„Dieser Kanal kann von Verbrechern jeder Art ausgenutzt werden“, sagte Roberti und erinnerte daran, dass der Berliner Terrorist Anis Amri wie auch der Marseille-Angreifer Ahmed Hanachi mit Migrantenbooten auf das italienische Festland gekommen waren.

Nach der Niederlage vor Ort könnte die Terrormiliz Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) ihre ganze Kraft auf eine „asymmetrische Kriegsführung“ und auf Terroranschläge richten, warnte der Staatsanwalt. Dies sei die „begründete Gefahr einer hohen Stufe“.

 

Quelle: Sputnik