Moskau bereut laut dem russischen Vize-Außenminister Sergej Rjabkow, dass die Administration des US-Präsidenten Donald Trump weiter Druck auf Russland ausübt.

Die neuen Sanktionen und Versuche, damit eine russische Wende zu erreichen, waren Rjabkow zufolge keine Überraschung, obwohl sie „tiefe Sorgen“ hervorriefen.

„Wir sehen hier eine politische Kontinuität der Trump-Administration in Bezug darauf, was bereits bei Obama aufgebaut worden ist“, sagte Russlands Vize-Außenminister.

Die Schritte Washingtons bringen ihm zufolge die Beziehungen der beiden Länder immer tiefer in die Sackgasse. Rjabkow verwies darauf: „Derzeit gibt es eine Reihe von Handlungen, die unsere strikte Ablehnung auslösen“, äußerte er.

Auch die Staatsduma (russisches Parlamentsunterhaus) kommentierte die jüngsten Sanktionen der USA. Der Vizechef des Auswärtigen Ausschusses der russischen Staatsduma, Alexej Tschepa, sagte dazu:

„Jegliche Sanktionen beeinflussen vor allem die Beziehungen zwischen den Ländern.“

„Diese Offshore-Ressourcen gehören uns. Wie wir diese entwickeln und mit wem wir sie entwickeln werden, ist unsere Sache. Und jenen US-Unternehmen, die Möglichkeiten und Mittel sowie Technologien aber keinen Ort dafür haben, werden am meisten geschadet“, erläuterte er. Zudem betonte der Politiker, dass „solch sinnlose Wirtschaftspolitik ein Weg ins Nichts“ sei und der Entwicklung der Wirtschaften beider Länder schade.

Zuvor hatte das US-Finanzministerium mitgeteilt, dass die USA es den Bürgern und Unternehmen, die unter US-Rechtshoheit stehen, verboten hätten, ab Ende Januar 2018 Geschäfte mit russischen Firmen beim Abbau von Offshore-Ressourcen der Arktis, der Schiefergas-Förderung sowie bei Tiefsee-Projekten abzuwickeln. Das Verbot betrifft alle natürlichen sowie juristischen Personen in Russland, die die USA in ihre Sanktionsliste bereits aufgenommen haben oder noch darauf setzen können. Die Neuregelung gilt für alle Projekte, die ab 29. Januar beginnen.

 

Quelle: Sputnik