NEW YORK. Nach dem mutmaßlich terroristisch motivierten Angriff mit einem Kleinlaster in New York hat US-Präsident Donald Trump schärfere Einreisekontrollen angekündigt. Er habe das Heimatschutzministerium angewiesen, das „Extreme Vetting Program“ zur Sicherheitsüberprüfung zu verschärfen, schrieb Trump beim Kurznachrichtendienst Twitter. „Politisch korrekt zu sein, ist gut, aber nicht bei so etwas“, betonte er.

Trump warnte auch vor der Bedrohung durch die Terrormiliz Islamischer Staat. „Wir dürfen es ISIS nicht erlauben, daß sie in unser Land zurückkehren oder es betreten, nachdem wir sie im Nahen Osten und anderswo besiegt haben.“

Attentäter schrie „Allahu Akbar“

Am Dienstag war in New York ein weißer Pick-up mit hoher Geschwindigkeit über einen Radweg gefahren und hatte dabei zahlreiche Menschen erfaßt. Der Kleinlaster habe ein anderes Fahrzeug gerammt und sei dann zum Stehen gekommen, berichtete die Polizei. Beim Aussteigen aus dem Wagen soll der Täter laut Zeugenaussagen „Allahu Akbar“ (zu deutsch: Gott ist groß) gerufen und mit einer Waffenattrappe gewedelt haben.

Der Angreifer wurde daraufhin mit einem Bauchschuß niedergestreckt und festgenommen. Sein Zustand wird nach einer OP als „kritisch“ beschrieben, die Ärzte gehen jedoch davon aus, daß er überlebt. Nach Informationen der New York Times fanden Ermittler nahe des Wagens arabische Notizen, die eine Nähe zur Terrormiliz IS andeuten. Bei dem Angriff wurden acht Personen getötet und rund ein Dutzend weitere verletzt.

New Yorks Bürgermeister geht von Terroranschlag aus

Die New Yorker Polizei identifizierte den mutmaßlichen Attentäter als Sayfullo Saipov. Der gebürtige Usbeke soll 2010 nach Amerika gezogen und Inhaber einer Green Card sein. Bei zwei Verkehrskontrollen 2012 und im März 2015 hatte er eine Adresse in Paterson, New Jersey angegeben. Der Bundesstaat grenzt an New York. Dort soll er mit seiner Frau und seinen drei Kindern gewohnt haben. Den Kleinlaster für die Tat habe er in der Nähe seines Wohnortes angemietet.

New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio bezeichnete den Angriff derweil als einen „Terrorakt“.

 

Quelle: Junge Freiheit