Der US-Kongress hat vor, eine Ermittlung bezüglich der Verwicklung der Ukraine in die Lieferung von Teilen ballistischer Raketen an Nordkorea einzuleiten. Das berichtet die Föderale Nachrichtenagentur (FAN) am Mittwoch.

Gleich in zwei Komitees des US-Kongresses – für Außenangelegenheiten und Aufklärung – wurde ein Gesetzentwurf eingebracht, der die Ermittlung zu der Beteiligung der Ukraine an den Lieferungen von Raketenteilen an Nordkorea vorsieht.

„Aus Sicht der Experten hat Nordkorea in den vergangenen zwei Jahren im Bereich des Raketenprogrammes erstaunliche Erfolge erzielt“, heißt es im Text des Gesetzentwurfs. Dabei geht es vor allem um die Rakete Hwasong-12 sowie um die ballistische Interkontinentalrakete Hwasong-14.

Dabei behaupten die Kongressabgeordneten unter Berufung auf den Bericht des britischen International Institute for Strategic Studies (IISS), dass Nordkorea einige Ersatzteile durchaus in anderen Staaten hätte kaufen können. „Nordkorea erzielte durch den Kauf eines hoch produktiven Flüssigkeitsraketentriebwerks im Ausland, vielleicht in der Ukraine, diese Fortschritte“. Gemeint sei ein Triebwerk vom Typ RD-250, der in Makarows Maschinenfabrik Süd in der ukrainischen Stadt Denpr hergestellt wird.

Der Autor des Gesetzentwurfs ist der Abgeordnete des Repräsentantenhauses, Josh Gottheimer.

Zuvor hatte die Zeitung „The New York Times“ unter Berufung auf vertrauliche Einschätzungen von Geheimdiensten und eine Analyse vom britischen International Institute for Strategic Studies (IISS) berichtet, dass Nordkorea Triebwerke aus ukrainischer Fertigung auf dem Schwarzmarkt erwerben konnte. Hergestellt wurden die Triebwerke demnach angeblich beim Raketenbauer Yuzhmash. Dieser dementierte bereits die Informationen. Laut dem Chefkonstrukteur des ukrainischen Konstruktionsbüros Juschnoje, Alexander Degtjarjow, ist es nicht auszuschließen, dass irgendjemand die Triebwerke kopiert haben könnte.

Im August hatte die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa erklärt, dass die Frage über ukrainische Technologien in Nordkorea in internationalen Organisationen erörtert werde.

 

Quelle: Sputnik