Russland hat bereits auf die Sanktionserweiterung Kanadas am Freitag reagiert: Dutzenden kanadischen Bürgern ist nach Angaben des Außenministeriums in Moskau nun die Einreise nach Russland verboten.

„Wir müssen spiegelgleich agieren. Ausgehend vom Prinzip der Gegenseitigkeit haben wir beschlossen, einer Reihe von kanadischen Funktionären die Einreise in unser Land zu verbieten“, geht aus einer Mitteilung auf der Webseite des russischen Ministeriums hervor.

Die Liste der betroffenen Kanadier sei „sehr lang und enthält Dutzende Namen“, heißt es ferner.

„Es geht um jene antirussisch gestimmten kanadischen Bürger, die den bilateralen Beziehungen der beiden Länder systematisch geschädigt haben“, teilte die Behörde mit.

Zuvor am Freitag hatte Kanada im Rahmen des „Magnitski-Gesetzes“, das am 19. Oktober in Kraft getreten war, Sanktionen gegen 30 russische Bürger verhängt.

Der Vize-Außenminister Russlands Sergej Rjabkow hatte das Gesetz, das an den „Magnitsky Act“ in den USA angelehnt ist, als inakzeptabel verurteilt und betont, dass dieses die aktuell ohnehin schwierigen Beziehungen zu Kanada noch weiterhin erschwere.

Der „Magnitsky Act“ wurde von den USA Ende 2012 mit dem Ziel angenommen, russische Amtsträger zu bestrafen, die aus Sicht der US-Behörden den Tod des Wirtschaftsprüfers des Fonds Hermitage Capital, Sergej Magnitski, in einem Moskauer Gefängnis und damit die Verletzung der Menschenrechte verschuldet haben sollen. Die Liste mit den Namen dieser Amtsträger wird auch als „Magnitski-Liste“ bezeichnet.

 

Quelle: Sputnik