Die japanische Regierung hat am Dienstag die Sanktionen gegen Nordkorea erweitert. Neun Organisationen und 26 Personen wurden auf die Sanktionsliste gesetzt, teilte der Chefkabinettssekretär Yoshihide Suga mit. Von den Sanktionen sind auch die nordkoreanischen Organisationen betroffen, die sich in Russland befinden.

„Heute wurden bei einer Kabinettsitzung neun Organisationen und 26 Personen auf die Liste der Organisationen und Personen gesetzt, deren Vermögen eingefroren werden soll“, sagte Suga.

Er fügte hinzu, das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm sei zu einer nie dagewesenen Bedrohung geworden. Es sei inakzeptabel, dass Nordkorea die Warnungen der Weltgemeinschaft ignoriere und die Provokationen fortsetze.

Auf die Sanktionsliste seien die nordkoreanischen Organisationen, die sich in China, Russland, in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie in Libyen befinden, gesetzt worden, so der Chefkabinettssekretär.

Suga betonte außerdem, die neuen Sanktionen seien notwendig, um den Druck auf Nordkorea zu erhöhen und die Einigkeit zwischen den USA und Japan zu stärken.

Am Montag hatte der japanische Regierungschef Shinzo Abe bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit US-Präsident Donald Trump in Tokio erklärt, sein Land werde neue Sanktionen gegen Nordkorea verhängen.

Die Lage auf der koreanischen Halbinsel ist nach den jüngsten Raketen- und Atomwaffentests in Nordkorea besonders angespannt. Trump hatte bereits einmal in der Vergangenheit einen Militäreinsatz gegen Nordkorea nicht ausgeschlossen und den nordkoreanischen Staatschef Kim Jong-un als „wahnsinnig“ bezeichnet. Pjöngjang hatte seinerseits gedroht, die US-Stützpunkte auf der US-Pazifikinsel Guam anzugreifen.

 

Quelle: Sputnik