Der globale Ölmarkt wirbelt: Nach dem sprunghaften Preisanstieg am vergangenen Montag sprechen die Analysten nun von einem möglichen Wachstum auf mehr als 70 US-Dollar je Barrel in den kommenden zwei Monaten, was noch vor einigen Wochen unvorstellbar war, wie „The Financial Times“ am Dienstag schreibt.

Ein Barrel der Nordseesorte Brent überschritt am Montag die 64-Dollar-Marke und legte somit an einem Tag drei Prozent und seit Juni ganze 40 Prozent zu. Damit seien die Argumente der Skeptiker geschlagen worden, laut denen der Ölpreis in diesem Jahr wegen der anwachsenden Schiefergasförderung in den USA bei weniger als 60 Dollar bleiben werde, so die Zeitung.

Das Preiswachstum widerspiegle den Erfolg der OPEC-Staaten bei der Drosselung der Rohölgewinnung. Der jüngste Preisschub sei aber vor allem auf die politischen Ereignisse in Saudi-Arabien zurückzuführen, wo zahlreiche Prinzen und hochrangige Personen verhaftet wurden.

In den USA habe sich das Wachstum der Schiefergasproduktion offenbar mittlerweile verlangsamt. Laut den Analysten der Bank of America Merrill Lynch könnte die Ölmarke Brent in der nächsten Zukunft den „zyklischen Höchststand“ von 75 Dollar erreichen. Andere Experten sprechen von 70 Barrel je Fass, was sich vor einigen Wochen keiner vorstellen konnte, hieß es.

 

Quelle: Sputnik