BERLIN. Seit Anfang des Jahres sind mehr als 150.000 Asylsuchende nach Deutschland gekommen. Die Behörden registrierten zwischen Januar und Oktober 156.023 neu angekommene Asylbewerber. Das entspricht der Einwohnerzahl von Darmstadt oder Heidelberg.

Im Oktober reisten laut Bundesinnenministerium 15.170 Asylsuchende in die Bundesrepublik. Das waren rund 500 mehr als im Vormonat. Hauptherkunftsländer waren Syrien (3.301), gefolgt vom Irak (1.997) und der Türkei (1.059).

In der Zeit von Januar bis Oktober 2017 haben insgesamt 187.226 Personen in Deutschland Asyl beantragt. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahreszeitraum (693.758 Personen) einen Rückgang um 73 Prozent.

Asylanten ziehen in Mehrfamilienhäuser ein

Unterdessen können sich im nordrhein-westfälischen Willich die ersten Asylanten auf ihre neuen Unterkünfte freuen. Dort hat die Stadt auf eigenem Grund vier Mehrfamilienhäuser für Flüchtlinge gebaut. Pro Haus sollen sechs bis acht Personen einziehen.

Die Bauarbeiten sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein, sagte der Pressesprecher der Stadt, Michael Pluschke, der JUNGEN FREIHEIT. Dann können auch die ersten Bewohner einziehen. Vergeben würden die Wohnungen von der Stadt an anerkannte Asylbewerber.

Die Baukosten seien auf maximal 1.600 Euro einschließlich Nebenkosten pro Quadratmeter gedeckelt worden, erläuterte Pluschke. Dies habe man auch eingehalten. „Perspektivisch sollen sie später auch für Luft auf dem auch bei uns engen Marktsegment des sozialen Wohnungsbaus sorgen“, sagte der Stadtsprecher.

 

Quelle: Junge Freiheit