Laut dem russischen Nato-Botschafter Alexander Gruschko steht die Konfrontation mit Russland im Mittelpunkt aller Bemühungen der Allianz um die Anpassung ihres Militärpotentials.

„Obwohl die Anpassungsmaßnahmen für das Nato-Militärpotential mit der Notwendigkeit argumentiert werden, Bedrohungen aus allen Richtungen zu kontern, kommt man nicht umhin, zu betonen, dass im Mittelpunkt dieser Bemühungen die Aufgabe einer Konfrontation mit Russland steht“, sagte Gruschko gegenüber russischen Journalisten.

Ihm zufolge werden neue Nato-Strukturen nach dem Vorbild des Militärkommandos aus den Zeiten des Kalten Krieges geschaffen. Das neue Nordatlantische Militärkommando soll „das Kommando nachahmen, das bis zum Jahr 2002 existiert hatte“.

„Heute ist offensichtlich, dass die Nato-Leute bei der Ausarbeitung dieser Beschlüsse und beim Erwägen von Varianten einer weiteren Verstärkung der militärischen Präsenz der Allianz, darunter an der Ostflanke, ihre Inspiration aus den Schemata des Kalten Krieges geschöpft haben“, so der Diplomat.

Die damalige Nato-Führung sei für die Verlegung der US-Kräfte nach Europa sowie für den Schutz und die Verteidigung der Kommunikationsleitungen auf See zuständig gewesen und habe sich auch mit der Organisation der U-Boot-Jagd und mit dem gesamten Spektrum von Sicherheitsfragen befasst, erinnerte Gruschko.

Die Verteidigungsminister der Nato-Länder hatten sich am Mittwoch auf den Anpassungsplan geeinigt, der die Aufstellung von zwei neuen Militärführungen vorsieht. Die eine soll den Schutz der Verkehrswege zwischen Nordamerika und Europa übernehmen, die andere soll für die Logistik bei der Beförderung von Truppen und Ausrüstungen innerhalb von Europa zuständig sein.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg teilte am Donnerstag mit, dass die Nato ein spezielles Zentrum für die Mobilisierung von Cybermöglichkeiten der Allianz einrichten wolle.

 

Quelle: Sputnik