Die russische Botschaft in Madrid hat die Behauptungen der spanischen Medien über die angebliche „Hand Russlands in Katalonien“ verurteilt, heißt es in einer Erklärung der Botschaft.

„Wir staunen immer wieder, dass einige spanische Medien Aufsehen um die angebliche ‚Hand Russlands in Katalonien‘ machen. Sie helfen dem Leser nicht, den wirklichen Ursprung sowie mögliche Wege zur Lösung der Probleme in dieser autonomen Gesellschaft zu sehen“, so die Erklärung. „In Russland können die Journalisten genauso wie in Spanien ihre Meinung frei äußern, aber unsere journalistische Kultur lässt es uns nicht zu, Fake-Nachrichten zu propagieren.“

In der Erklärung wird auch auf das Paradox aufmerksam gemacht: Die russischen Medien werden als „regierungstreu“ gebrandmarkt, egal ob sie eine offizielle Position vertreten oder andere Ansichten äußern.

Als Beispiel führt die Botschaft einen Fall an, wo spanische Medien, um ein „großes Komplott Russlands“ aufzudecken, die Worte eines moldauischer Politikers zitiert hatten. Der Politiker sei als Moskauer Agent und „TV-Moderator“ namens  „Voskresnoe Vremya“  (dt: Sonntägliche Zeit) vorgestellt worden. „Und das sollen Argumente sein“, ironisiert man in der Botschaft.

Außerdem sei erstaunlich, dass die Forderung der US-Administration, den russischen Fernsehsender RT als ausländischen Agenten zu registrieren, Beifall ausgelöst habe: „Und wo bleibt da die Sorge um die Pressefreiheit? Bravo, Kollegen aus ‚El País‘“, heißt es in der Erklärung.

Zuvor hatte die Zeitung „El País“ mehrere Artikeln zu den angeblich unsachlichen Berichten russischer Medien über die Situation in Katalonien veröffentlicht. Die russischen Behörden hatten indes wiederholt betont, dass sie die Situation in Katalonien als eine innere Angelegenheit Spaniens betrachten würden.

 

Quelle: Sputnik