Neues von George Soros: der jüdisch-ungarischstämmige US-Großspekulant und „Philanthrop“ George Soros wehrt sich gegen die Kampagne der rechtskonservativen ungarischen Regierung. Die derzeit laufende „nationale Konsultation” enthalte „Verzerrungen und glatte Lügen” und führe die Ungarn über seine Standpunkte zu Migration absichtlich in die Irre, kritisierte Soros jetzt in einer Erklärung.

Der 86jährige Multimilliardär ist seit Monaten Zielscheibe von Attacken der Regierung Orbán. Diese unterstellt ihm, einen Plan zur Organisation der Masseneinwanderung nach Europa zu verfolgen und gezielt „Flüchtlinge“ aus Afrika und Asien nach Europa zu schleusen. Derzeit läuft dazu eine Fragebogen-Aktion der Regierung, bei der die Bevölkerung Fragen zum „Soros-Plan” beantworten soll.

Jede der sieben Aussagen des Fragebogens sei eine Verzerrung oder eine Lüge, kritisierte Soros in der auf seiner Homepage veröffentlichten Erklärung am Montag und wies jeden einzelnen Punkt zurück. Er warf der Orbán-Regierung vor, daß die Medienkampagne, „islamfeindliche Stimmung schürt und antisemitische Tropen nutzt, die an die 1930er erinnern”.

Bisher habe er sich zurückgehalten, öffentlich auf die „Attacken” durch Orban zu reagieren, erklärte Soros in einem ebenfalls am Montag veröffentlichten Interview mit der „Financial Times”. Nun habe er aber entschieden, sich zu äußern, weil er um die Sicherheit der von seiner Stiftung unterstützten Bürgergruppen fürchte. Er appellierte in diesem Zusammenhang an die übrigen EU-Regierungen, stärker gegen Orbáns Vorgehen gegen die „Zivilgesellschaft“ aufzutreten und ihre Sorgen über die Rechtsstaatlichkeit in Ungarn zum Ausdruck zu bringen.

Quelle: Zuerst!

 

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