Erwartet Wladimir Putin einen baldigen Krieg gegen Russland? Offensichtlich. Denn er forderte die großen Unternehmen des Landes dazu auf, rasch auf Kriegswirtschaft umstellen zu können.

Von Marco Maier

Angesichts der wachsenden politischen Spannungen zwischen dem US-geführten Westen und Russland, sowie der zunehmenden Bedrohung durch rapide wachsende NATO- und US-Truppenkontingente an den Grenzen, sieht man in Moskau offenbar keine andere Möglichkeit als sich auf einen drohenden Krieg vorzubereiten. Ein zweiter «Kalter Krieg» ist jedenfalls schon im Aufbau.

In Sotschi sagte Putin deshalb:

«Die Fähigkeit unserer Wirtschaft die militärische Produktion und Dienstleistungen in einer vorgegebenen Zeit zu erhöhen ist einer der wichtigsten Aspekte der militärischen Sicherheit.» Und weiter: «Zu diesem Ende, alle strategischen und einfach großen Unternehmen sollten Bereit sein, ungeachtet der Eigentümerschaft».

Bereits einen Tag zuvor betonte der russische Präsident, dass Russland in Sachen Militärtechnologie den Westen einholen und dann auch überholen wolle. «Unsere Armee und Marine brauchen das absolut beste Equipment – besser als die ausländischen Äquivalente», so Putin. «Wenn wir gewinnen wollen, haben wir besser zu sein».

Derzeit liegen die russischen Militärausgaben bei etwa rund 30 Prozent jener der NATO, welche die Russische Föderation als «Feind» betrachtet. Zumindest für die nächsten Jahre ist – auch angesichts der angespannten Budgetlage – damit zu rechnen, dass sich die Ausgaben für das russische Militär nicht deutlich steigern werden.

Quelle: Contra Magazin

 

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