Nach dem jüngsten Anschlag auf eine Moschee im Norden der Sinai-Halbinsel mit mindestens 235 Toten hat die ägyptische Armee laut internationalen Agenturen Verstecke mit Waffen und mehrere Fahrzeuge von mutmaßlichen Terroristen bombardiert.

„Wir werden mit aller Härte auf diesen Akt der Terroristen antworten“, sagte Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi. „Militär und Polizei werden unsere Märtyrer mit aller Kraft rächen.“

Später berichtete der TV-Sender Sky News Arabia, dass unbemannte Drohnen der ägyptischen Armee zwei Fahrzeuge von mutmaßlichen Terroristen angegriffen hätten, die am Anschlag auf die Mosche beteiligt gewesen seien. Dabei sollen 15 Terroristen getötet worden sein.

Zudem sollen mehrere Verstecke von mutmaßlichen Terroristen mit Waffen und Munition bombardiert worden sein.

Eine Quelle in den Sicherheitskreisen im Norden der Sinai-Insel sagte gegenüber der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti, dass die Extremisten, die hier agierten, mehrmals gedroht hätten, mit Vertretern der sufistischen Richtung im Islam abzurechnen. „Diese Mosche gehört einer sufistischen Tarīqa (…). Es gab keine konkreten Drohungen gegen die Moschee, da hier alle Einwohner des Dorfes beten. Es gab aber solche gegen Sufisten. Die Sufismus-Ideologie widerspricht den Ansichten der Extremisten“, sagte er.

In Ägypten waren am Freitag bei einem Terrorangriff auf eine Moschee auf der Sinai-Halbinsel Hunderte Menschen getötet und verletzt worden. Die Terroristen griffen ein Gebetshaus in der Nähe der Stadt al Arisch im Norden des Sinais an, wo sich die Gläubigen zum Freitagsgebet versammelt hatten.

Nach Angaben der Staatspresse gab es mindestens 235 Tote. Mehr als 100 Menschen wurden verletzt. Präsident Abd al Fattah al Sisi kündigte eine drei Tage andauernde Staatstrauer an. Medienberichten zufolge ist die jüngste Attacke der schwerste Terroranschlag in Ägyptens Geschichte.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte in einem Telegramm an den ägyptischen Amtskollegen diesen Terroranschlag als „brutal und zynisch“ bezeichnet, wobei er betonte, dass Moskau bereit sei, das Zusammenwirken mit Kairo im Kampf gegen den internationalen Terrorismus zu intensivieren.

Quelle: Sputnik

 

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