Die niedrigen Zinsen und abnehmender Zulauf durch Neukunden zwingen die Privaten Krankenversicherer erneut zu Beitragserhöhungen. Darüber hinaus stecken einige ältere Privatpatienten in Tarifen, die längst geschlossen wurden — das verschlechtert die Kalkulation zusätzlich.

Hunderttausende Versicherte sind geschockt: Ihre Privaten Krankenversicherer heben zum 1. Januar 2018 schon wieder die Preise an — nicht selten um zweistellige Prozentsätze. FOCUS Online haben in den vergangenen Tagen erste Zuschriften von Lesern erreicht, die über Erhöhungen bei der Axa, Barmenia, Central oder Halleschen berichten. Auch Signal Iduna und Universa heben einzelne Tarifbausteine an.

Dabei steigen einzelne Beitragskomponenten um bis zu 21 Prozent im Preis.

Neukundenprämien steigen noch stärker

Der Versicherer Axa hebt nach Informationen der Makler-Zeitschrift «procontra » außerdem die Prämien für Neukunden deutlich an. So soll der Tarif „Vital300-U“ um bis zu 38 Prozent mehr kosten als bisher, der „ELBonus-U“ wird um bis zu 21 Prozent teurer. Ein Axa-Sprecher wies gegenüber «procontra» darauf hin, dass es sich teilweise um die erste Beitragsanpassung seit 2012 handele.

Bei der Allianz müssen Neukunden in den Tarifen „AMBSU“ und „AM90PU“ mit höheren Prämien rechnen. Laut dem BAP-Guide des Software-Entwicklers Gewa-Comp steigen die Prämien dort um rund sieben Prozent. Die Signal Idunahebt ihre die Prämien im Schnitt um 5,5 Prozent an, betroffen sind etwa die Tarife „Comfort +“ und „Esprit M“.

Die Central erhöht die Neukunden-Prämien für Jugendliche in den Bausteinen „central.privat2“ und „central.privat3“ um zwölf Prozent. Bei der Halleschen zahlen 17-Jährige ab 2018 in in den Tarifen „Primo.Bonus Z plus“ und „Primo.SB 2 Z plus“ zehn Prozent mehr.

Bei der Barmenia wird es für Erwachsene und Jugendliche teurer. Die Jugend-Tarife „einsA expert 1“ und „einsA prima 1+“ steigen für Neukunden um 18 Prozent.

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