Der ehemalige georgische Präsident und Ex-Gouverneur von Odessa Michail Saakaschwili hat am Sonntag bei einer Kundgebung in Kiew die Feinde der Ukraine sowie die größten Probleme des Landes genannt, berichtet die russische Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“.

„Ich schlage vor, ohne noch 25 Jahre zu warten die Diktatur der Oligarchen zu stürzen und die Diktatur der Mittelklasse zu errichten“, sagte Saakaschwili bei der Kundgebung. Die Macht der Oligarchen ist ihm zufolge das größte Problem der Ukraine, denn sie führe zur Korruption. Den ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko hat Saakaschwili als „Feind der Ukraine“ bezeichnet, weil er ein „Vertreter der Oligarchen“ sei.

Saakaschwili rief auch dazu auf, den Oligarchen ihr Geld wegzunehmen, weil es „gerecht ist“. „Sie sind Diebe, die uns das Geld weggenommen haben, und sie alle sind ihre Opfer“, so Georgiens Ex-Präsident.

Die wichtigste Forderung der Teilnehmer der Kundgebung ist laut Saakaschwili die Verabschiedung eines Gesetzes über die Amtsenthebung des Präsidenten. „Die Amtsenthebung ist eine Möglichkeit, eine Revolution zu vermeiden, wir sind für eine friedliche Revolution“.

Der Politiker rief die Teilnehmer der Kundgebung auch auf, sich am 10. Dezember auf dem Maidan (deutsch: Platz) der Unabhängigkeit, dem Zentralplatz von Kiew, zu versammeln. „Wir sagen, wenn sie in dieser Woche die von uns geforderten Gesetze nicht verabschiedet haben, werden wir dann hier stehen und den Präsidenten nicht zu seinem Arbeitsplatz lassen“, so Saakaschwili.

Er betonte, falls die ukrainischen Behörden ihn „beseitigen“ würden, und zwar nach Georgien ausliefern würden, sollten sich in diesem Fall die Ukrainer versammeln und die Beamten aus ihren Dienstzimmern „zum Teufel jagen“.

Am Sonntag fand in Kiew eine Demonstration für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Poroschenko statt, die von Saakaschwili organisiert worden war. Nach Angaben der Kiewer Polizei nahmen etwa 2.500 Menschen an der Protestaktion teil.

Quelle: Sputnik

 

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