Nachdem US-Präsident Donald Trump Jerusalem als israelische Hauptstadt anerkannt hat, ist Washington über das Schicksal der US-Bürger im Ausland besorgt. Das US-Außenministerium hat Israel laut Reuters deshalb um eine „verhaltene Reaktion“ gebeten.

„Während ich verstehe, dass Sie diese Nachricht öffentlich begrüßen werden, bitte ich Sie darum, in ihrer offiziellen Reaktion zurückhaltend zu sein“, hieß es in einem Dokument, das Reuters vorliegt.

„Wir erwarten Widerstand gegen diese Nachricht im Nahen Osten und weltweit. Wir bewerten immer noch den Einfluss dieser Entscheidung auf US-Einrichtungen und das Personal im Ausland“, hieß es weiter.

Laut einem weiteren Dokument, zu dem die Agentur ebenfalls Zugang hat, ist eine spezielle Arbeitsgruppe zusammengestellt worden, welche die weltweiten Entwicklungen nach Washingtons Entscheidung über Jerusalem verfolgen soll.

Am vergangenen Mittwoch hatte Trump Jerusalem als Israels Hauptstadt anerkannt. Das löste heftige Reaktionen in der ganzen Welt aus. Viele Länder äußerten sich besorgt und wiesen darauf hin, Trumps Entscheidung könne die Friedensbemühungen im Nahen Osten gefährden.

Der US-Kongress hatte 1995 ein Gesetz beschlossen, das die Verlegung der Botschaft nach Jerusalem vorsieht. Seitdem haben aber alle US-Staatschefs aus Sorge vor politischen Turbulenzen alle sechs Monate ein Dekret unterzeichnet, das die Gültigkeit des Gesetzes aussetzt.

 

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