Die US-Administration hat den ersten kommerziellen Verkauf von letalen Waffen an die Ukraine gebilligt. Das berichtet die Zeitung „The Washington Post“ am Donnerstag unter Verweis auf das Weiße Haus.

Es soll sich um eine Partie von Großkaliber-Scharfschützengewehren vom Typ M107A1 im Gesamtwert von 41,5 Millionen US-Dollar (zirka 35 Millionen Euro) gehandelt haben.

Indes wurde laut dem Blatt die Lieferung von Schwerwaffen, darunter von tragbaren Panzerabwehrlenkwaffen FGM-148 Javelin, nicht genehmigt.

Laut einem Sprecher des US-Außenministeriums haben die USA nur kommerzielle Lizenzen zur Lieferung von Schützenwaffen an die Ukraine bewilligt. Die US-Regierung selbst versorge jedoch Kiew nicht mit Defensivwaffen.

„Das Außenministerium hat den kommerziellen Export einer beschränkten Anzahl von Kleinkaliber- und Leichtwaffen an die Ukraine lizenziert. Wir haben nie eine Politik betrieben, die derartige kommerzielle Verkäufe einschränkt. Die USA prüfen die Anfragen um Erteilung von Verkaufs- und Exportlizenzen in jedem Fall separat“, sagte der Sprecher.

Ihm zufolge behält sich Washington aber das Recht vor, direkte Lieferungen vorzunehmen.

Am 13. Dezember hatte Kanada seinen Rüstungsfirmen die Lieferungen von letalen Waffen an die Ukraine erlaubt.Russland sowie die Mehrheit der europäischen Länder sprechen sich gegen Waffenlieferungen an die Ukraine aus, weil dies den existierenden Konflikt in der Ostukraine nur weiter verschärfen könnte. So hatte der jetzige Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in seiner Funktion als Außenminister vor Lieferungen von Defensivwaffen an Kiew gewarnt: Diese könnten laut ihm den Konflikt „in eine nächste Phase katapultieren“. Laut Kremlsprecher Dmitri Peskow würde das die Umsetzung der Minsker Abkommen erschweren.

Quelle: RIA

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