Die Entscheidung der japanischen Regierung, US-amerikanische Raketenabwehr-Komplexe Aegis Ashore auf dem Territorium ihres Landes zu stationieren, ist laut der amtlichen Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, höchst bedauerlich und besorgniserregend.

Bei einem Briefing sagte die Sprecherin am Donnerstag: „Welche Argumente und Motive sie (die japanische Regierung – Anm. d. Red.) auch immer als Aushängeschild benutzen möge, ist völlig klar, dass die Stationierung der genannten Systeme einen weiteren Schritt zum Aufbau eines vollwertigen asiatisch-pazifischen regionalen Segments des globalen Raketenabwehr-Systems der USA darstellt.“

Laut Sacharowa ist zu berücksichtigen, dass „die genannten Komplexe mit universellen Startrampen ausgerüstet sind, die unter anderem Angriffswaffen anwenden können“.

Die Sprecherin verwies auf „einen weiteren Verstoß gegen den Vertrag über die Vernichtung von Raketen mittlerer und geringer Reichweite (INF-Vertrag – Anm. d. Red.) durch die Amerikaner mit faktischer Unterstützung Japans“.

„Unserer Meinung nach läuft dieser Schritt der japanischen Seite den Bemühungen um die Gewährleistung von Frieden und Stabilität in der Region zuwider. Außerdem widerspricht ein derartiges Handeln von Tokio unmittelbar der vorrangigen Aufgabe der Vertrauensbildung zwischen Russland und Japan im militärpolitischen Bereich und wird die gesamte Atmosphäre der bilateralen Beziehungen, darunter die Verhandlungen über das Problem des Friedensvertrages, negativ beeinflussen“, so Sacharowa.

Quelle: Sputnik