Russland baut seine Basis in der syrischen Hafenstadt Tartus zu einem vollwertigen Marinestützpunkt aus. Nun können sich dort elf russische Schiffe, darunter atomare, gleichzeitig aufhalten. Ein entsprechendes Dokument hat Präsident Wladimir Putin am Freitag signiert.

Zuvor hatte das russische Parlament ein entsprechendes Abkommen mit der Regierung in Damaskus verabschiedet, laut dem der Punkt für materielle und technische Versorgung der russischen Kriegsmarine in Tartus zu einer vollwertigen Militärbasis erweitert werden soll. Es regelt das Anlaufen syrischer Häfen durch russische Kriegsschiffe sowie die Verlegung von Militärtechnik. Das Abkommen hat eine Laufzeit von 49 Jahren und kann automatisch um 25-jährige Perioden verlängert werden.

Das Abkommen ist nicht gegen andere Länder gerichtet, hat dagegen einen Verteidigungscharakter, wie aus seinem Text hervorgeht. Laut dem Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses im russischen Föderationsrat (Oberhaus), Viktor Bondarew, wird Russland dank dem Abkommen seine Positionen im Mittelmeer stärken und somit zu mehr Sicherheit in der Region beitragen, was den Interessen Syriens und anderer Staaten im Nahen Osten entspreche.

Der Punkt für materiell-technische Versorgung in Tartus wurde 1971 gegründet und war zunächst für die Wartung sowjetischer und danach russischer Schiffe gedacht.

Quelle: Sputnik