Die Namen jener Beamten, die wegen Korruption ihres Amtes enthoben wurden, werden in Russland bald in einer speziellen Datenbank zu finden sein. Ein entsprechendes Gesetz zur Erstellung einer solchen „schwarzen Liste“ hat der Präsident Wladimir Putin am Freitag unterschrieben.

Die Angaben sollen im Laufe von fünf Jahren aufbewahrt werden. Die Namen können auch aus der Liste gestrichen werden, falls die Akte, auf deren Grund der Name einer Person in die Liste eingetragen wurde, rückgängig gemacht wird oder im Zusammenhang mit dem Tod der Person.

Die Liste soll im staatlichen Informationssystem (GIS) im Web zugänglich sein. Staatsbehörden sollen dieses System bis 2019 in Betrieb nehmen. Mehr als die Hälfte aller Gremien der exekutiven Macht haben sich dem System bereits angeschlossen.

Derzeit kann eine Person, die wegen Vertrauensverlusts wegen Bestechlichkeit ihres Amtes enthobenwurde, erneut in einer anderen Behörde angestellt werden, weil die Angaben über solche Verstöße nirgendwo fixiert werden.

Quelle: Sputnik