In der niedersächsischen Großstadt Salzgitter (Thiede) ist ein 12-jähriges Mädchen in der Silvesternacht angeschossen worden, berichtet die örtliche Polizei in einer Pressemitteilung.

Das 12-jährige Mädchen habe mit ihrem Vater Feuerwerkskörper auf der Straße gezündet, als es von einem Projektil aus einer Schusswaffe im Oberkörper getroffen worden sei. Das Kind, das nach Angaben der Bild ebenfalls einen Migrationshintergrund hat, sei in einem Krankenhaus notoperiert worden und befinde sich derzeit nicht in Lebensgefahr.

Bei einer Spurensuche am Tatort durch Spezialkräfte der Polizei konnten Projektilhülsen aufgefunden werden, die auf eine mögliche Tatwaffe hindeuten könnten. Mit Hilfe von Zeugenaussagen konnten im Nahbereich des Tatortes drei Tatverdächtige festgenommen werden, dessen Tatbeteiligung derzeit jedoch geprüft  werde und noch nicht abschließend feststehe. Die Hintergründe der Tat seien noch unklar.

Nach einem Bericht des örtlichen Online-Portals news38 schossen mehrere Männer mit Migrationshintergrund in der Silvesternacht mit Handfeuerwaffen um sich.

«Es handelte sich zumeist um Schreckschusswaffen, eine war aber keine Schreckschusswaffe», zitiert das Portal den  Polizeisprecher Matthias Pientak.

Alle drei Tatverdächtigen und Zeugen werden vernommen. Nach Aussagen von Pientak sei es ziemlich schwer nachvollziehbare und vertrauenswürdige Informationen über den Tathergang, der von der Polizei als „Versuchtes Tötungsdelikt“ qualifiziert wird, zu bekommen.

«Es ist sehr schwer, hier Informationen zu bekommen – es wird nicht viel erzählt», erklärte der Sprecher.

Die Stadt Salzgitter geriet bereits zuvor mehrfach in die Medienaufmerksamkeit im Zusammenhang mit den ankommenden Flüchtlingen.

Während der Flüchtlingskrise sind Tausende Migranten innerhalb kürzester Zeit in die Stadt gezogen. Nach offiziellen Angaben beträgt der Migrantenanteil jetzt 36 Prozent. Gleichzeitig liegt der Arbeitslosenanteil deutlich über dem Durchschnitt des Bundeslandes – nämlich bei 9,6 Prozent (in Niedersachsen 5,6 Prozent).

Im Hinblick auf die Migrationssituation fordern daher sowohl lokale Politiker als auch Stammbewohner der Stadt „eine Atempause“ für die Stadt sowie konsequentere Lösungen bei der Integration von Flüchtlingen. Der Zuzugsstopp von Flüchtlingen, den die Stadt Ende 2017 erringen konnte, konnte die vielen Problemen nicht lösen.

Quelle: Sputnik