Die gegen Nordkorea verhängten Sanktionen haben laut dem US-Präsidenten Donald Trump bereits Wirkung gezeigt. In einer Mitteilung im Kurznachrichtendienst Twitter erläuterte Trump seine Auffassung von positiven Effekten dieser Sanktionen.

„Die Sanktionen und andere Druckmaßnahmen beginnen, einen großen Einfluß auf Nordkorea auszuüben. Soldaten fliehen unter Lebensgefahr nach Südkorea», schrieb er offenbar unter Bezug auf südkoreanische Medienberichte über die Flucht eines nordkoreanischen Soldaten von Mitte November.

„Der Raketenmann (der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un) will jetzt zum ersten Mal mit Südkorea reden. Vielleicht ist das eine gute Nachricht, vielleicht auch nicht — wir werden sehen», so Trump.

 

​In seiner Neujahrsansprache hatte sich der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un offen für einen Dialog mit Südkorea gezeigt und gesagt, sein Land habe vor, eine Delegation zu den Olympischen Spielen nach Pyeongchang zu schicken. Als Reaktion darauf beauftragte Südkoreas Staatspräsident Moon Jae In seine Regierung, die Vorbereitung auf Gespräche mit Nordkorea über dessen mögliche Teilnahme an den anstehenden Olympischen Winterspielen zu starten. In diesem Zusammenhang schlug der südkoreanische Vereinigungsminister, Cho Myong Gyon, vor, am 9. Januar Gespräche auf hoher Ebene abzuhalten.

Die Lage auf der Koreanischen Halbinsel hatte sich erneut Ende November 2017 verschärft, als Pjöngjang eine ballistische Interkontinentalrakete vom Typ Hwasong-15 getestet hatte. Laut einer von den staatlichen Medien Nordkoreas verbreiteten Erklärung kann diese mit einem nuklearen Sprengkopf bestückt werden und jeden Punkt auf dem Territorieum der USA erreichen.

Im Dezember hatte der UN-Sicherheitsrat neue internationale Sanktionen gegen Nordkorea verhängt. Die von den USA vorbereitete diesbezügliche Resolution erhielt die Nummer 2379. Diese Resolution sieht unter anderem vor, dass alle UN-Mitgliedsländer die nordkoreanischen Arbeitsmigranten spätestens bis Ende 2019 ausweisen müssen. Zudem wurden die Lieferungen von Rohöl und Erdölerzeugnissen nach Nordkorea weiter eingeschränkt.

Quelle: Sputnik