Im Vorfeld des Besuchs von Bundesaußenminister Sigmar Gabriel in der Ukraine schließt die selbsterklärte Volksrepublik Donezk Provokationen seitens der ukrainischen Armee nicht aus.

„Wir schließen nicht aus, dass die Streitkräfte der Ukraine in diesem Zeitraum Provokationen durchführen werden, um gefälschte Medienberichte vorzubereiten, die unsere Truppen für den Beschuss von vorläufig unter ukrainischer Kontrolle stehenden Ortschaften beschuldigen werden“, sagte der Sprecher des operativen Kommandos der selbsterklärten Volksrepublik Donezk, Eduard Bassurin, am Mittwoch vor der Presse.

Sigmar Gabriel wird der Ukraine laut dem ukrainischen Außenministerium am 3. und 4. Januar einen Arbeitsbesuch abstatten. Unter anderem wird er zusammen mit seinem ukrainischen Amtskollegen Pawel Klimkin die Berührungslinie im Donbass besuchen.

Die Behörden der Ukraine hatten im April 2014 eine Militäroperation gegen die beiden selbstausgerufenen Volksrepubliken Lugansk und Donezk begonnen, die nach dem Staatsstreich in der Ukraine vom Februar 2014 ihre Unabhängigkeit erklärt hatten.

Nach UN-Angaben sind in dem Konflikt bereits mehr als 10.000 Menschen ums Leben gekommen. Die Zahlen stammen allerdings aus den offiziellen Statistiken und sind demnach als deutlich höher anzunehmen.

Die Regelung der Situation im Donbass ist Verhandlungsgegenstand der Kontaktgruppe in Minsk, die bereits mehrere Dokumente verabschiedet hat, in denen Schritte zur Deeskalation des Konflikts aufgezeigt sind.

Quelle: Sputnik