Nach dem Fehlstart einer nordkoreanischen ballistischen Interkontinentalrakete ist das Wrack über einer Ortschaft im Land niedergegangen, schreibt das Onlinemagazin „The Diplomat“.

Obwohl der Start am 29. April 2017 erfolgte, sickern erst jetzt Informationen über die Folgen des misslungenen Tests in den Medien durch. Nach Angaben des Magazins ist die Mittelstreckenrakete Hwasong-12 über der nordkoreanischen Stadt Tokchon, die 237.000 Einwohner hat, niedergegangen. Dabei seien Industrie- und Agrarbauten erheblich beschädigt worden. Die Rakete sei etwa eine Minute lang geflogen und habe eine Entfernung von circa 70 Kilometern zurückgelegt.

 

Angesichts der kurzen Flugdauer konnte es laut dem Magazin wegen des unverbrauchten Brennstoffs zu einer schweren Explosion kommen. Die Journalisten bezweifeln aber eine hohe Opferzahl, da die Rakete auf einen Industriestandort außerhalb der Dienstzeit gefallen ist.

Im Februar 2016 hatte Pjöngjang den Start des Satelliten „Kwangmyongsong-4“ („Heller Stern“) bekanntgegeben, den eine ballistische Trägerrakete in die Erdumlaufbahn beförderte. Dieser Raketenstart erfolgte den Resolutionen des UN-Sicherheitsrates zuwider, die Nordkorea Raketenstarts unter Einsatz ballistischer Technologien verbieten. Infolgedessen hatte der UN-Sicherheitsrat neue Sanktionen gegen Nordkorea verhängt. Danach führte Pjöngjang eine Reihe von Raketentests durch, was die Lage auf der koreanischen Halbinsel zuspitzte. Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un erklärte die Bereitschaft seines Landes, den USA einen Atomschlag zu versetzen. US-Präsident Donald Trump schloss seinerseits eine militärische Lösung des Konflikts nicht aus.

Quelle: Sputnik

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