Die Verluste der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (auch IS, Daesh) in Syrien und im Irak bedeuten nicht, dass die Terrorgefahr in den europäischen Städten zurückgegangen ist, wie Berlins Polizeipräsident Klaus Kandt im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur sagte.

„Die militärische Niederlage des IS ist das eine, das andere sind aber die Aufrufe an die Gefährder, in den Heimatländern in Europa Taten zu begehen. Das Thema ist überhaupt nicht erledigt”, betonte Kandt. „Wir müssen uns auf eine länger anhaltende Gefahrenlage ausrichten, das heißt, uns sicher für die nächsten zehn Jahre auf das Thema einstellen.”

Dem Bundesinnenministerium zufolge wohnen in Deutschland mehr als 700 islamische Radikale, die einen Anschlag begehen könnten.

In den letzten zwei Jahren wurde Deutschland von mehreren Terroranschlägen heimgesucht. Der tödlichste war der Angriff des Tunesiers Anis Amri, der am 19. Dezember 2016 mit einem Lkw durch einen Berliner Weihnachtsmarkt gefahren war und dabei 12 Menschen getötet und weitere 48 verletzt hatte.

Quelle: Sputnik

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