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Der lettische Immigrationsdienst hat die russische Journalistin Olga Kurlaewa am Donnerstag aus ihrem Hotel in Riga eskortiert und dazu aufgefordert, den baltischen Staat zu verlassen. Die Abschiebung Kurlaewas folgt jener ihres Mannes Anatoli Kurlaew, der in Riga von der lettischen Polizei verhaftet und am 2. Januar zur Ausreise gezwungen wurde, nachdem sich herausgestellt hatte, dass gegen ihn eine Verfügung zum Landesverweis vorlag.

Auf die Frage nach der Begründung ihrer Ausweisung antwortete die Reporterin, die Behörden hätten ihr gesagt, dass sie eine Sicherheitsbedrohung für Lettland darstelle.

«Sie nahmen mir mein Telefon weg, sie nahmen alles, ich hatte zehn Minuten Zeit, um meine Sachen zu packen», sagte Kurlaewa, bevor sie das Hotel verließ.

Kurlaeva ist Reporterin für den Fernsehsender VGTRK. Ihr Mann Anatoli arbeitet für das Medium TWZ. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, kommentierte die Ausweisung der beiden Journalisten dahingehend, dass ein solches Vorgehen unter dem Vorwand der nationalen Sicherheit sie an den Totalitarismus der 1930er Jahre in Deutschland und an das damalige faschistische Spanien erinnere. Sie forderte Organisationen im Dienste der Meinungsfreiheit dazu auf, das lettische Vorgehen zu verurteilen.

Quelle: RT