Die Zahl derjenigen, die gegen einen Nato-Beitritt Schwedens sind, ist 2017 im Vergleich zu 2016 gestiegen. Dies berichtet die schwedische Zeitung „Dagens Nyheter“ unter Berufung auf eine Umfrage, die das Forschungsunternehmen Ipsos Anfang Dezember 2017 durchgeführt hatte.

„Die Linie der Regierung von Stefan Löfven (Schwedens Ministerpräsident – Anm. d. Red) zum Nicht-Beitritt zur Nato findet Unterstützung im wachsenden Skeptizismus des schwedischen Volkes auch gegenüber dem Nato-Beitritt. Der Widerstand dagegen ist im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent gestiegen — von 40 auf 44 Prozent“, schreibt die Zeitung.

2017 haben die Soziologen erstmals die Frage gestellt, ob die Schweden denken, dass die Nato dem Land helfen werde, falls es auf eine außerordentliche militärische Bedrohung seitens eines anderen Landes stoßen sollte. Sechs von zehn Nato-Gegnern (57%) gaben an, an einen Beistand der Nato zu glauben. Unter denjenigen, die der Nato sympathisieren, glauben daran nur 45 Prozent.

„Viele glauben offensichtlich, dass wir der Nato nicht beizutreten brauchen, denn das Bündnis würde uns in jedem Fall zu Hilfe kommen. Das ist ein interessantes neues Verständnis hinsichtlich der Nato“, zitiert „Dagens Nyheter“ den Ipsos-Analytiker David Alin.

Die Zeitung merkt an, dass sich 31 Prozent der Schweden dafür aussprechen würden, einen Antrag auf Nato-Mitgliedschaft zu stellen. Gleichzeitig glaube die Hälfte der Befragten, die Rolle des Militärbündnisses im Sicherheitsbereich sei in Schwedens Region in den letzten zehn Jahren wesentlich gestiegen. 41 Prozent der Schweden würden sich zur Nato positiv verhalten, 32 Prozent – neutral.

Die meisten Befragten (51 Prozent) räumten auch ein, dass sie wenig Vertrauen in die Fähigkeit der schwedischen Streitkräfte hätten, das Land zu verteidigen – 2016 waren es noch 66 Prozent der Schweden.

Quelle: Sputnik

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