Im November strahlte der Kindersender KIKA eine Sendung über eine deutsch-syrische Liebesbeziehung aus. Er ist syrischer Flüchtling, sie ein minderjähriges deutsches Mädchen. Dass dieser Beitrag so völlig unkommentiert über den Bildschirm lief, stößt nun bei manchen Menschen auf Unverständnis.

In der Online-Videothek des GEZ-finanzierten KIKA-Senders (Kindersender) fanden wendige Geister einen Filmbeitrag vom 26.11.2017, in dem es um die Liebe der 16-jährigen deutschen Schülerin Malvina zu einem Jungen aus Syrien geht.

Der Beitrag verbreite sich bereits unter besorgten und auch empörten Facebook-Nutzern. So kurz nach den Ereignissen in Kandel, bei denen die Liebesbeziehung einer deutschen 15-jährigen Schülerin mit einem vermeintlich gleichaltrigen Flüchtling aus Afghanistan tödlich endete, finden FB-User einen solchen Beitrag bedenklich.

Ed Piper kommentiert den Film bei „Philosphia-Perennis“ und schreibt über den Syrer: „Jener trägt zwar bereits einen Vollbart und mutet auch bezüglich seiner Ansichten nicht wie das an, was man landläufig unter ‚Junge‘ versteht, doch das scheint der Kindersender diesbezüglich locker zu nehmen. Und, warum auch nicht?

Viel interessanter sei es laut Piper aber, was in einigen Stellen des Videos geäußert werde. So komme beispielsweise schnell zur Sprache, dass Malvina keine kurzen Sachen mehr anziehen dürfe. Röcke müssten mindestens knielang sein. Auch würde „ihre Liebe“ nicht akzeptieren, wenn sie andere Jungs umarme.

Kurzum: Dass hier ausgerechnet ein deutscher Kinderkanal völlig kritiklos falsche Toleranz vor rundweg voraufklärerischen Sichtweisen propagiert, ist erschreckend, so Piper.

Die Naivität des Mädchens könne er ihr nicht zum Vorwurf machen, meint er weiter, aber die Blauäugigkeit der im Film gezeigten Eltern erschüttere ihn. „Nach den im Beitrag geäußerten Wertvorstellungen des angeblich minderjährigen Flüchtlings möchte man sich dessen mögliches Verhalten für den Fall, dass seine Jugendliebe sich von ihm trennen wollen sollte, nicht wirklich vorstellen müssen“, so Pipers Fazit.

Der Originalbeitrag hat eine Länge von 24 Minuten. Piper hat die „bedenklichen“ Sequenzen hier auf fünf Minuten zusammengeschnitten: Kinderfernsehen: „Malvina, Diaa und die Liebe“ (Zusammenschnitt)

Unfassbar!

Und auch Bloggerin Anabel Schunke, die ihrer Wut über den Mord in Kandel bereits Luft gemacht hatte: DM-Mord und Deutschland 2017 – Bloggerin: „Ich halte das nicht mehr aus – Das hier ist ein scheiß Alptraum!“  stört es vor allem, dass dieser Beitrag so ganz unkommentiert den Kindern gezeigt wird. Schließlich kommentiere man bei weniger brisanten Themen doch auch. Auf Facebook schreibt sie:

Ich habe mir jetzt die vollen 24 Minuten dieser Doku über die junge Liebe einer 16-jährigen Deutschen zu einem syrischen Flüchtling gegeben.

Erkenntnis: ALLES, was in diesem Land passiert, wird immer auch erzieherisch eingeordnet bzw. kommentiert, außer diese Doku.

Ich erinnere mich noch gut daran, als man in den Tagesthemen nach geschlagenen vier Tagen notgedrungen über die Silvesternacht 2015/16 berichtete und sogleich ein Kommentar folgte, der dem Zuschauer mitteilte, dass die schlimmste Gefahr von Rechts ausgeht und er sich jetzt nicht vereinnahmen lassen sollte.

Aber da, wo es einmal angebracht wäre, etwas kritisch einzuordnen, nicht einfach so kommentarlos stehen zu lassen, da schweigt man sich aus.

24 Minuten kommentarlose Doku auf einem Kanal für KINDER über die Hürden einer deutsch-arabischen Beziehung. Von seiner Frage, ob sie einmal Kopftuch tragen oder zum Islam konvertieren würde, seinen Eifersuchtsanfällen (sie darf keine anderen Jungs umarmen) bis hin zu seiner Familie, die offensichtlich keine Nicht-Muslimin als Schwiegertochter dulden würde, bleibt alles unkommentiert.

Unfassbar!

Quelle: Epochtimes

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