Zum ersten Mal in der Geschichte mussten französische Behörden 2017 über 100.000 Anträge auf Asylanträge bearbeiten. Diese Zahl wurde heute von der französischen Agentur für den Schutz von Flüchtlingen (OFPRA) gemeldet.

«Insgesamt gingen im Jahre 2017 in der Abteilung 100.412 Asylanträge ein. Das sind 17 Prozent mehr als im Jahr 2016», so die Behörde.

Davon werden nach Prüfung der Anträge auf Flüchtlingsschutz für rund 43.000 Menschen bewilligt. Die meisten Flüchtlinge kommen aus Albanien (7630), Afghanistan (5987), Haiti (4943), Sudan (4486), Guinea (3780) und Syrien (3249).

«Im Laufe des Jahres 2017 stiegen auch die Anfragen aus den Ländern Westafrikas, insbesondere aus der Elfenbeinküste und Guinea», fügte die OFPRA hinzu.

Abteilungsleiter Pascal Brice stellte fest, dass man aus der Zahl von 100.000 Anträgen keien voreiligen Schlüsse ziehen solle und darin einen Massenzustrom interpretieren solle. «Nur weil von 100.000 Anträgen über 43.000 gebilligt wurden, sollte man nicht von einem Massenzustrom sprechen. Wir sprechen von einem Anstieg der Flüchtlinge um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass Deutschland doppelt so viele Asylanträge bewilligt als wir», so Brice in der französischen Tageszeitung «Le Monde».

 

 

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