Der französische Minister für Wirtschaft und Finanzen, Bruno Le Maire, hat in einem Interview für die russische Zeitung „Wedomosti“ über einen Handlungsspielraum im EU-Sanktionsmechanismus gegen Russland gesprochen.

„Wir bekennen uns 100-prozentig zu den Beschlüssen, die auf EU-Ebene gefasst wurden. Frankreich ist eines der wichtigsten EU-Länder, und wir stellen diesen Beschluss auch nicht in Frage. Es gibt keine Möglichkeiten, diesen politischen Mechanismus zu umgehen“, sagte Le Maire.

Er betonte jedoch, dass es bei diesem Mechanismus einen Handlungsspielraum gebe, den Frankreich für die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Russland nutzen wolle.

Außerdem kommentierte Le Maire die russische Importersatzpolitik.

„Der Importersatz kann eine Antwort auf die Sanktionen sein, aber persönlich glaube ich, für die langfristige Lösung des Problems ist es notwendig, den Landwirtschaftsbereich qualitativ zu verbessern. Die Arbeit mit Frankreich kann eine gute Variante dazu sein“, so Le Maire.

Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen hatten sich wegen der Situation auf der Krim und in der Ukraine verschlechtert. Ende Juli 2014 waren die EU und die USA von Einzelsanktionen gegen Privatpersonen und Unternehmen zu einschränkenden Maßnahmen gegen ganze Sektoren der russischen Wirtschaft übergegangen. Russland verbot im Gegenzug die Einfuhr von Lebensmitteln aus den USA, den EU-Ländern, Kanada, Australien und Norwegen.

Übersetzung: Sputnik

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