Im israelischen Urlaubsort Eilat sind drei Franzosen bei einer Messerattacke verletzt worden. Unter den Verletzten ist der Neffe des französischen Premierministers Édouard Philippe, schreibt die israelische Zeitung „Yedioth Ahronoth“ am Dienstag.

Der Streit sei in der Nacht auf den 4. Januar zwischen den Touristen und einer Gruppe von Männern ausgebrochen. Es handelt sich vermutlich um Israelis, die den Streit provoziert haben sollen. Nachdem sie die Franzosen geschlagen und auf sie eingestochen hatten, flohen sie. Die Verletzen wurden sofort in das lokale Krankenhaus Yoseftal gebracht.

Zwei der Franzosen erlitten leichte Verletzungen und verließen das Krankenhaus am nächsten Morgen. Der Dritte musste wegen etwas schwererer Verletzungen länger bleiben. Laut dem Portal wurde Frankreichs Konsul in Eilat „wegen familiären Verbindungen eines der Touristen“ gerufen, um die Opfer zu unterstützen. Am 5. Januar sind sie in ihre Heimat zurückgekehrt.

Obwohl Israels Medien einen politischen Hintergrund hinter dem Angriff verneinen, weist die britische Zeitung „Daily Telegraph“ darauf hin, dass der Vorfall sich in Zeiten einer Abkühlung der Beziehungen zwischen Frankreich und Israel ereignet hat. Paris verzichtete darauf, dem Beispiel der USA zu folgen und Jerusalem als Israels Hauptstadt anzuerkennen.

Philippe soll außerdem die Veröffentlichung von antisemitischen Essays des französischen Autors Louis-Ferdinand Destouches, auch als Celine bekannt, unterstützt haben, trotz Bedenken der jüdischen Gemeinschaft, so die Zeitung.

Quelle: Sputnik