Der japanische Außenminister Taro Kono hat den US-Botschafter in Tokio, William Hagerty einbestellt. Grund dafür sind mehrere Vorfälle, die von US-Militärtechnik in der Präfektur Okinawa verursacht wurden. Dies geht aus der offiziellen Mitteilung des Außenministeriums des Landes hervor.

„Der Außenminister äußerte sein Bedauern wegen einer Reihe von Zwischenfällen und forderte, die Maßnahmen zu deren Verhinderung zu stärken“, heißt es in der Mitteilung. Die japanische Regierung sei wegen der aktuellen Situation äußerst besorgt, weil die Aufregung der Ortseinwohner in der Präfektur Okinawa noch weiter steige.

Am Dienstag hatte der japanische Verteidigungsminister die US-Seite aufgefordert, alle in Japan stationierten Flugzeuge zu prüfen.

Am Montag war der Kampfhubschrauber der US-Marine Bell AH-1 Cobra in einer kleinen Siedlung in der Präfektur Okinawa notgelandet. Bei dem Vorfall war keiner verletzt worden. Es war aber bereits der zweite vergleichbare Vorfall in einer Woche.

Zuvor hatte der japanische TV-Sender NHK berichtet, dass ein Fenster eines US-Hubschraubers vom Typ CH-53 auf einen Grundschüler beim Sportunterricht in der Stadt Ginowan in der Präfektur Okinawa gefallen war. Das Kind wurde dabei am Arm verletzt. Nach dem Zwischenfall wurden Forderungen laut, die Flüge der US-Hubschrauber bis zu einer endgültigen Ursachenklärung des jüngsten Unfalls zu verbieten.

Nicht lang zuvor war ein ähnlicher Fall registriert worden, als ein Plastikgegenstand vermutlich von einem Transporthubschrauber der US-Luftwaffe auf das Dach eines Kindergartens gefallen war. Zu Schaden soll dabei niemand gekommen sein.

Quelle: Sputnik

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