Die Einwohner Okinawas sorgen sich um ihre Sicherheit. Betrunkene US-Militärs verursachen Unfälle auf den Straßen und eine Pannenserie der US-Luftwaffe bringt japanische Kinder in Gefahr. Gouverneur Onaga wettert gegen das US-Militär, das einen neuen Helden ehrt.

Auf Okinawa, einem Inselparadies südlich von Tokio, sind 47.000 US-Soldaten stationiert. Menschen und Umwelt leiden unter der Dauerbelastung durch die stationierten Truppen. Die Bewohner Okinawas gehen immer wieder auf die Straßen, um gegen die Masse an Soldaten in ihrem Naturparadies zu demonstrieren. Im Dezember fiel ein Fenster mit Rahmen aus einem amerikanischen Militärhelikopter, als dieser über einen Sportplatz flog, auf dem 50 japanische Schulkinder spielten. Glücklicherweise wurde nur ein Junge durch das herabfallende Fenster leicht an der Hand verletzt.

Der Gouverneur Okinawas Takeshi Onaga am Dienstag gegenüber AFP:

Ich will, dass sie [die US-Militärs] sich wegen ihrer Unfähigkeit schämen, das zu kontrollieren, was sie tun. Mir fehlen wirklich die Worte.

Am Montag ereignete sich ein neuer Unfall. Ein AH1-Helikopter musste eine Notlandung auf einem Hotelgelände im Dorf Yomitan durchführen. Das Hotel befindet sich nur 300 Meter von den Wohnstätten der Dorfbevölkerung entfernt. Die japanischen Medien berichteten, dass der Unfall durch eine Störung im Heckrotor verursacht wurde. Am Samstag musste ein Schwertransport-Hubschrauber einen defekten US-Helikopter bergen, der am Strand an der Ostküste der Ikejima-Insel gezwungen war zu landen.

 

James Mattis entschuldigte sich bei seinem japanischen Amtskollegen Itsunori Onodera im Namen des US-Militärs telefonisch für die Zwischenfälle.

Zeit für einen Helden

Aaron Cranford, 26 Jahre alt, Marine-Soldat, soll vergangenes Frühjahr im April vier Okinawa-Bewohner gerettet haben. Jetzt wurde ihm dafür die höchste Auszeichnung für Heldentum außerhalb des Gefechts zuteil. Die Zeremonie für ihn wurde im «Camp Schwab» abgehalten und auch die geretteten Japaner blickten freundlich in die Kamera. Kinjo, einer der Taucher, den Cranford vor dem Ertrinken bewahrte, sagt:

Ohne ihn wären wir alle tot. Meine Kinder hätten Weihnachten als Familie nicht feiern können.

Cranford ist ein erfahrener Taucher und geleitete die Japaner aus der gefährlichen «Meerjungfrauen-Grotte». In den sozialen Medien werden die Bilder seiner Ehrung geteilt.

Der japanische Verteidigungsminister gedenkt nach Hawaii zu reisen, um die Angelegenheiten mit dem Pazifik-Kommandeur Harry Harris zu besprechen:

Ich teilte ihm [Mattis] von den Problemen mit, nannte konkrete Beispiele der zahlreichen Unfälle, die sich im letzten Jahr im September, Oktober, November und Dezember auf Okinawa ereigneten und im Januar diesen Jahres.

Die Inselbewohner und die dortige Regierung fühlen sich vom fernen Tokio alleingelassen. Ihre Belange verhallten bisher und führten zu keinerlei Verbesserungen. Während die Bewohner Okinawas weiter demonstrieren und Flugverbote über Wohngebieten fordern, schmiedet der japanische Premierminister Shinzo Abe eine neue Allianz mit dem Amerikanern, um die Stärke des heimischen Militärs auszubauen und aufzurüsten.

Quelle: RT

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