Zwei Drittel der Russen glauben, dass ihr Land Feinde hat. Fast ein Viertel ist überzeugt: Russland ist „von allen Seiten von Feinden umgeben“, wie die neueste Studie des Meinungsforschungsinstituts Levada-Zentrum zeigt. Feind Nummer eins sind für die meisten Befragten die USA. Deutschland landete in dem Anti-Ranking vor dem „Islamischen Staat“.

In den letzten Monaten sind die Vereinigten Staaten in der Gunst der Russen etwas gestiegen. Gegenwärtig halten „nur“ 68 Prozent der Befragten die USA für den schlimmsten Feind Russlands. Im Juni 2016 waren es 72 Prozent gewesen.

Die Einstellung der Russen zur Ukraine verbesserte sich seit der vorigen Studie zusehends. Hatten im Juni 2016 rund 48 Prozent der Befragten das Nachbarland als schlimmsten Feind behandelt, sind es heute nur noch 29 Prozent.

Auch die Europäische Union hat jetzt trotz der andauernden Sanktionspolitik mehr Sympathisanten in Russland als vor anderthalb Jahren: In der neuen Umfrage bezeichneten 14 Prozent die EU als den schlimmsten Feind. Im Juni 2016 waren es 62 Prozent gewesen.

Deutschland ist für sechs Prozent der Befragten Feind Nummer eins. Damit ist die Einstellung zu der Bundesrepublik sogar schlechter als zur Terrormiliz Daesh (auch Islamischer Staat, IS), die nur fünf Prozent als schlimmsten Feind nannten.

Das Levada-Zentrum hat vom 1. bis 5. Dezember vergangenen Jahres 1600 Menschen über 18 Jahre in 137 russischen Orten befragt. Die Interviewten durften mehrere Antworten geben. Die Ergebnisse wurden am heutigen Mittwoch veröffentlicht.

Quelle: Sputnik

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